Papier, dieses alltägliche und scheinbar zerbrechliche Material, ist in diesen Monaten zum unbestrittenen Protagonisten der zeitgenössischen Kunst in Valencia geworden. Die Chirivella Soriano Stiftung feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen mit einer Gemeinschaftsausstellung mit dem suggestiven Titel „Ein Leben aus Papier“Diese Ausstellung, die bis zum 28. September im ikonischen Joan de Valeriola-Palast zu sehen ist, vereint mehr als 60 Werke einiger der bedeutendsten Persönlichkeiten der spanischen und valencianischen Kunst des XNUMX. Jahrhunderts und unterstreicht damit die Bedeutung von Zeichnungen und Kreationen in diesem Medium.
Seit zwei Jahrzehnten pflegt die Stiftung eine starke Verbindung zum lokalen und nationalen Kunstgefüge., wobei der Schwerpunkt seiner Tätigkeit darauf liegt, Schöpfern Sichtbarkeit zu verleihen, deren Vorschläge sich um Experimente, soziales Engagement und Kunststoffforschung drehen. „Ein Leben aus Papier“ spiegelt diese Arbeit wider und betont, wie Papier, das traditionell als untergeordneter oder vorbereitender Träger betrachtet wird, in ein autonomes Format umgewandelt wird, das in der Lage ist, die freiesten und aufregendsten Suchen nach zeitgenössischer Kunst zu ermöglichen.
Eine einzigartige Tour durch die Kunst auf Papier

Die Ausstellung vereint mehr als sechzig Stücke, von denen viele zum ersten Mal gezeigt werden., aus den eigenen Sammlungen der Chirivella Soriano Foundation. Besucher können Werke berühmter Persönlichkeiten wie Antonio Saura, Rafael Canogar, Eduardo Arroyo, José Guerrero, Eusebio Sempere, Pablo Palazuelo, Luis Gordillo, Juan Genovés und Equipo Crónica entdecken. Neben diesen Namen sind besonders valencianische Künstler wie Joan Castejón, Jordi Teixidor, Jacinta Gil und Salvador Victoria vertreten, was die starke Unterstützung der Institution für die lokale Kreativszene widerspiegelt.
Weit davon entfernt, eine lineare Vision zu präsentieren, schlägt die Ausstellung eine Reise vor von der Figuration bis zum Expressionismus, über Abstraktion, Pop-Art und Postmoderne. So „Ein Leben aus Papier“ lädt uns ein, Vorurteile über den Wert von Papier als Medium zu hinterfragen und sein unbegrenztes Potenzial für künstlerische Experimente zu entdecken. Anhand von Werken in verschiedenen Techniken – von der traditionellen Zeichnung bis hin zu avantgardistischeren Entwürfen – würdigt die Ausstellung den Reichtum dieses Materials und seine Fähigkeit, das Flüchtige, das Intime und das Innovative einzufangen.
Der Präsident der Stiftung, Manuel Chirivella, weist darauf hin, dass Papier „eine dynamische Veränderlichkeit ist, ähnlich unserer Existenz: ein offener und unvollendeter Fluss bis zum Ende.“ Diese Perspektive geht davon aus, dass jeder irgendwann einmal seine Spuren auf einem leeren Blatt hinterlassen hat, sei es durch Zeichnen, Schreiben oder das Schaffen von Erinnerungen. Die Ausstellung lässt uns erkennen, wie die Arbeit auf Papier in Spanien historisch als zweitrangig angesehen wurde, obwohl sie in Wirklichkeit einen Raum für Reflexion und kreative Freiheit darstellt.
Engagement für die valencianische Kultur und Ausstellungserneuerung

Die Organisation der Ausstellung ist auch eine Hommage an die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der Chirivella Soriano Foundation und dem Konsortium der Museen der Valencianischen Gemeinschaft (CMCV). Diese Allianz war von entscheidender Bedeutung für die Förderung zeitgenössischer Kunst in Valencia und ermöglichte es vielen Projekten der Stiftung, ein breiteres Publikum zu erreichen. „Ein Leben aus Papier“ feiert nicht nur ein Jubiläum, sondern bekräftigt auch sein Engagement für eine lebendige Sammlung, die ständig überprüft wird und bereit ist, neue Interpretationen zeitgenössischer Kunst zu ermöglichen.
Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Raum, der der Künstlerin Helga Grollo und ihrem Projekt gewidmet ist. 'Syntopie', das das Konzept des Labyrinths als Metapher für die Begegnung und den Dialog zwischen Künstler und Betrachter untersucht. Grollo verwendet Collagen aus recycelten Materialien und verschiedenen Texturen, um Werke zu schaffen, die dazu einladen, sich zu verlieren und neue Formen der visuellen Interaktion zu suchen.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 war die Unterstützung von Institutionen wie der Generalitat Valenciana und der Stadtverwaltung von entscheidender Bedeutung. Die Unterstützung des 2009 gegründeten Consorci de Museus hat zu Erfolgen wie dieser und anderen Ausstellungen beigetragen, die die Werke von Künstlern wie Monjalés, Teresa Cháfer, Sigfrido Martín Begué, Mónica Buch und Mery Sales der Öffentlichkeit näher brachten.
Die Vielfalt der Stile, die ständige Innovation und die Bewahrung des lokalen künstlerischen Gedächtnisses machen diese Ausstellung zu einer unverzichtbaren Referenz für das Verständnis der Entwicklung und des Reichtums der zeitgenössischen Kunst in Spanien und insbesondere in der Valencianischen Gemeinschaft.
Belichtung „Ein Leben aus Papier“ Die Ausstellung kann bis zum 28. September im Joan de Valeriola Palast besichtigt werden und festigt die Position der Chirivella Soriano Stiftung als eines der wichtigsten Kulturzentren im historischen Zentrum Valencias. Zusammen mit der Helga Grollo-Ausstellung unterstreicht sie ihr Engagement für Innovation und die Schaffung neuer Räume für kreativen Dialog.
Anhand der über 60 ausgestellten Werke kann man sowohl die Kontinuität als auch den Bruch in der Bildsprache erkennen, die die letzten Jahrzehnte geprägt hat, wobei Papier als roter Faden der Erfahrungen, Emotionen und persönlichen Suche dient. Die Ausstellung möchte das Publikum dazu anregen, die Zerbrechlichkeit und Stärke eines Materials zu würdigen, das keineswegs zweitrangig ist, sondern in der modernen und zeitgenössischen Kunst von grundlegender Bedeutung war und bleibt.